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Bali - Insel der Drachen und der Götter

Seit ca 5 Jahren ruft es mich immer wieder nach Bali, aber irgendwie passte es nie so richtig. Dieses mal bei meinem Aufenthalt in Indien verspürte ich bei all meiner Liebe zu diesem Land plötzlich so sehr die Sehnsucht nach mehr Sanftheit, Ästhetik, Schönheit und weniger Chaos und Müll am Straßenrand. Da viel mir Bali wieder ein und ich schaute sofort nach Flügen. Ich wollte nichts überstürzen und gab mir noch einen Monat in Auroville. Eine wundervolle Gemeinschaft in Südindien in der ich mich diesmal länger aufhalten wollte um herauszufinden ob es vielleicht ein Ort für mich zum leben wäre. So buchte ich einen Flug einen Monat später so das ich noch etwas mehr eintauchen konnte in das Gemeinschaftsleben. Auroville ist wie ein Wonderland mit viel Schönheit, Wald, Gärten und tollen Menschen. Aber sobald man die Anlage verlässt ist man wieder im verrückten Indien. Ich buchte also meinen Flug auf den 5. November und plante mindestens 2 Monate dort zu bleiben. Also über Weihnachten und Silvester. Ein Visa für einen Monat bekommt man bei Ankunft auf dem Flughafen, wer länger bleiben möchte braucht ein Rückflugticket und kann das Visum einen Monat verlängern. In dem Prozess bin ich gerade. Es ist ein bisschen aufwendig und am besten man beauftragt damit eine Agency, dann muss man nur einmal anstatt dreimal zur Immigration Office in die Stadt Denpensar fahren.


Die Zeit rückte näher und ich freute mich immer mehr auf meine Reise.

Wann immer ich irgendwo hinreise spüre ich mich vorher in das Land hinein und bekomme ein Gefühl dazu wie die Energie des Landes ist und wie ich mich dort vielleicht fühlen werde. Mit Bali hatte ich das Gefühl es wird einfach, sanft und schön und hatte ein gutes Gefühl.

Ich wollte die Zeit nutzen um zu schreiben und weiter an meinem online business zuarbeiten und freute mich auf das Meer, die Menschen und die neue Natur.

Das erste was ich nach meiner Ankunft auf dem Bali Flughafen sah war eine riesige balinesische Fischskulptur. Ich bin ja Sternzeichen Fische und das fand ich schon mal eine schönes Willkommens Zeichen. Ich hatte vorher eine Unterkunft in Ubud gebucht. Obwohl ich eigentlich am liebsten am Meer bin, wählte ich Ubud. Es liegt im Innland umgeben von Reisfeldern und Wasserfällen und mit einer hohen Anzahl an Yoga fans, und es gab alle Arten von esoterisch und spirituellen Angeboten.

Ich hatte schon oft die schönen Bilder von Festivals in Ubud gesehen und es sah so schön vielfältig und bunt aus, da wollte ich auch mal hin.

Da ich sehr spät ankam war es mir lieber abgeholt zu werden und der Hausherr von meiner Unterkunft begrüßte mich am Flughafen mit einem so herzlichen „Welcome to Bali „ welches mein Herz erwärmte.

Wir sprachen während der Fahrt über Gott und die Welt und da es Nachts war konnte ich eh nicht viel sehen. Die Stunde Fahrzeit verging im Fluge und ich fühlte mich willkommen von diesem Land. Wir hielten kurz an einem Spätverkauf es war mittlerweile 2 Uhr Nachts und ich kaufte mir ein paar Mandeln und Wasser. Ich freute mich auf mein Bett, hatte ich doch eine ziemlich lange Reise hinter mir. Nachts um 2 Uhr von Auroville mit dem Taxis 3 Stunden nach Chennai Flughafen mit Monsoon Regen und ständig schlafende Kühe auf der Fahrbahn die man im dunkeln sehr leicht übersehen kann, so das ich nicht wirklich entspannen geschweige denn schlafen konnte und lieber mit dem Fahrer wach blieb. Vom Chennai Flughafen ging es im 4 Stunden Flug nach Malaysia Ich saß zuerst im Mittel Sitz zwischen zwei Männern und mit einem so kurzen Sitzabstand zum Vordersitz, das ich meine Beine sehr breit machen musste um überhaupt sitzen zu können. Das war alles nicht so angenehm in Anbetracht von weiteren 4 Stunden. Der Flug war ziemlich voll so das ich kein weiters freies Plätzchen sah. Ich wünschte es mir aber sehr. Die Stewardess muss mein Unwohlsein und suchenden Blicke bemerkt haben und fragte mich ob ich was brauche. Ich zeigte Ihr meine Sitzsituation und sie konnte das wohl gut nachfühlen. Sie geleitete mich zu einer Reihe von 3 leeren Sitzen die ich vorher nicht gesehen hatte und dort konnte ich mich dann sogar quer legen. Ich war sooo müde. In Malaysia angekommen setzte ich mich in einen der vielen Massagestühle auf den Flughafen, hatte ich doch 5 Stunden Aufenthalt zu meinen Flug nach Bali Denpensar. Die Zeit verging relativ schnell und da ich nach weiteren 3 Stunden Flug sehr spät in Bali ankommen würde bat ich den Hausherren von meiner Unterkunft mich abzuholen. In Ubud angekommen zeigte er mir mein Zimmer. Ein schönes großes Zimmer im balinesischen Stil mit Wänden aus geflochtenen Bambusstreifen. Ein altes Holzbett schöne Holzmöbel und über meinem Bett hing ein großes im balinesischen Stil gemaltes Bild mit zwei schönen Fischen und zwei Lotusblüten drauf. Das war für mich ein weiteres Zeichen das ich genau richtig bin.

Ich fühlte mich irgendwie gleich zu Hause und war gespannt alles bald Bein Tageslicht zu sehen.

Mein erster Traum in Bali.

Ich lag noch eine Weile wach im Bett und spürte die Atmosphäre. Irgendeine Energie war neu für mich und anders als das was ich vorher schon erfühlt hatte. Es war irgendwie mystisch und mir fremd. Ich wachte gegen 5 Uhr morgens auf und war noch halb in meinem Traum. Ich träumte das ich in Bali angekommen bin und durch eine Art Wald mit vereinzelten Häusern lief. Es war Kopfsteinpflaster und die Steine waren mit grünen Moss und Pflanzen überwachsen. Ich sah 2 Menschen die einen Garten gestalteten. Es gab einen Teich mit Lotusblüten und Fischen. Alles fühlte sich an wie aus einer anderen Zeit an. Sie bemerkten mich folgten aber ihren Dingen. Auf einmal fühlte ich eine starke Präsenz von etwas und es bildete sich vor mir ein Drachen wie aus Licht. Er war durchscheinend und in meinem Traum war mir klar ich begegne gerade dem Spirit des Drachen. Diese Atmosphäre war so anders so neu und ziemlich mystisch märchenhaft. Ich wachte auf und spürte diese Energie immer noch. Ein paar Stunden später begrüsste mich die Sonne und im Innenhof war schon eine Menge los. Überall waren kleine Kästchen aus geflochtenen Palmenblättern gefüllt mit Blüten, Süßigkeiten und anderen kleinen Dingen. Auf der Waschmaschine, auf dem Motorrad, dem Wasseranschluss und die Familie rannte beschäftig hin und her und war sichtlich schön gemacht. Sie begrüßten mich lächelnd und boten mir Frühstück an. Grüner Pancake gefüllt mit Banane und dazu Obstsalat mit pink Drachenfrucht. Ich fragte was denn los sei und sie meinten es ist das wichtigste Jahresfest was die Familie feiert. Ein religiöses Fest für die Familie so ungefähr wie unser Weihnachten. Sie luden mich herzlich dazu ein.

In Bali hat jede Familie einen eigenen Haus Temple und Bali ist im Gegensatz vom Rest Indonesiens hinduistisch.

Ich nahm an den Zeremonien teil, lauschte den Gesängen der Frauen, und beobachtete die einzelnen Vorgänge. Es war auch ein Priester eingeladen. Er und seine Frau waren ganz in weiß. Irgendwie schwang das Gefühl meines Traumes weiter durch den Tag. Auch als ich später dann durch den Ort lief und eine schöne Ecke nach der anderen entdeckte. Der Gang zu dem Haus wo ich wohnte war sehr schmal er war feucht und glitschig vom vielen Regen. Es war ja immer noch Regenzeit. Rechts und links gab es hohe Betonwände die berankt waren mit Pflanzen und auf dem Boden lagen über all runtergefallene hellblaue und weiße Blüten. Es ist wie ein Gang auf Blumen. Ich habe das schon einmal auf Hawaii erlebt. Dort war der Waldboden überseht mit Blüten aber man konnte keine in den Bäumen sehen das sie nur hoch oben auf den Kronen erblühen und dann runter fallen.

Ich wandelte durch die Straßen und merkte ich muss ganz bewusst einen Schritt vor den anderen setzen damit ich auf eine Art nicht stolpere oder in ein Loch auf dem Gehweg falle, jemand umrenne oder sonst was. Ich fühlte meine Seele war noch nicht ganz wieder zurück vom Traumland und umso mehr wurde ich achtsam und musste mich konzentrieren. Es war das dritte mal das ich von Drachen geträumt hatte. Das erste mal war letzten Februar in Auroville Indien. Ich war im Traum mit Eckart Tolle am Meer unterwegs und da sah ich zwei Delphin Schwänze aus dem Wasser gucken. Ich meinte zu Ihm hey lass mal die Delphine auschecken gehen und er kam mit. Als wir am Wasser standen verwandelten sich die Delphine plötzlich in zwei verspielte schwarze Drachen. Ich erinnere mich noch sehr genau, denn es war das erste mal das ich jemals in meinem Leben von Drachen träumte.

Es gibt viele Versionen der Traumdeutung mit dem Traumsymbol "Drache" - Die spirituelle Deutung die ich dazu gefunden habe: Bis heute wird das Bild des Drachens verwendet um die Auseinandersetzung zwischen Gut und Böse darzustellen. In der spirituellen Traumdeutung bedeutet dies, genau diesen Glauben an die Dualität - also das Dasein von zwei gegenteiligen Seiten zu überwinden. Das fand ich interessant denn zum einen war ja Eckart Tolle mit mir zusammen unterwegs und der ja ein Repräsentant für genau das ist. Non Duality. Mein erstes Tatoo welches ich mir machen ließ ist ein Sanskrit Schriftzug welches sich aus drei Wörtern zusammensetzt. SatChitAnanda- Sat bedeutet Wahrheit, Chit bedeutet Bewusstsein und Ananda bedeutet Bliss. Wenn alle die drei Aspekte zusammenkommen beschreibt es die Realisation der Einheit und Ganzheit aller Existenz. Also genau diese Realisation die dieser Drache symbolisiert.

Dann zeigten sich die Drachenwesen erst als Delphine und verwandelten sich dann. Diese Wesen scheinen auch sehr gegensätzliche Tiere. Der im Wasser lebende verspielte Delphin und feuerspeiende Drache. Dazu kommt das der Drache ja ein Fabelwesen ist und eine neue unbekannte Energie mit sich bringt. Welches für mich bedeutet das es so aussieht als wäre ich offen für neue Realitäten und Welten.


Für mich waren meine Träume schon immer äußerst interessante Botschafter aus meinem Unterbewusstsein und zeigen mir wo ich gerade stehe. Mit meiner Kraft, Ängsten oder gelebten und ungelebten Sehnsüchten. Darin sind Tiere immer sehr symbolisch für mich.

Anyway back to Bali… ich wandele hier also durch die Straßen und Landschaften und fühle den Drachen Spirit. Ich forsche ein bisschen im Internet und finde heraus das die Insel zum einen Insel der Götter aber auch Dracheninsel genannt wird. Und wenn ich so darüber nachdenke und fühle was ich fühle dann ist Bali genau das. Es hat diesen sanften Spirit, so viel Schönheit an Natur, lächelnde sanfte Menschen und Blütenduft und gleichzeitig gibt es diese mystische Atmosphäre die man in den Kraftplätzen in der Natur oder den Tempeln spürt. Die ich vorher nirgendwo so gefühlt habe, es fast ein wenig unheimlich. Es ist als würde vieles belebt sein von Naturwesen und Geistern. Die seltsame unmelodisch klingende Trance ähnliche Tempelmusik gibt auch diese Stimmung wieder. Ab und zu bebt die Erde, liegt Bali doch in dem sogenannten Ring of Fire mit einem aktiven Vulkan dem Mount Agung.

Für die Balinesen symbolisiert der Drache ewige Liebe, Reichtum und Schutz.

Mich hat die Schönheit und Sanftheit Balis gerufen und vielleicht kann ich hier in dieser sanften, schönen Umgebung meine eigene innere Drachen Kraft willkommen heißen und sie mit dem Delphin in Einklang bringen.


Fortsetzung folgt:








































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